JJ - Bikes Alma 29'er Testbike im Test bei MTB Bit im Blog 20.05.2014 10:25

Langlebiger Naturstein oder zeitgemäße Betonelemente für die Gartengestaltung, genauso verhält es sich mit der Frage, ob es als Einstieg-MTB ein solides 26er oder doch ein 29er sein soll. Folglich muss man auch als Mountainbiker neuerdings Grundsatzentscheidungen treffen. Mittlerweile füllen Vergleiche zwischen den zwei Rahmengrößen mehrere Seiten der einschlägigen „Bikebravo-Fachmagazine“. Damit die Wahl zur Qual wird, taucht seit einigen Jahren die Zwischengröße 650B bzw. 27,5 in der MTB-Welt auf, so wie in den Gärten mittlerweile auch Natursteine  aus Übersee immer öfter zwischen den Betonsteinen hervor lugen. So ist guter Rat rund ums bergtaugliche Bike mehr denn je gefragt.

Auch wir wollen diese Problematik aufgreifen und selber praktische Erfahrungen sammeln. Vorgeprägt von der 26er Mountainbikewelt, hieß dies für uns, dass wir uns mal ein 29er Einstieg-MTB-Hardtail vornehmen. So haben wir das Orbea Alma mit Shimanos Deore Ausstattung gewählt, was preismäßig die Sparbüchsenschallmauer von 2000 Euronen nicht sprengen sollte. Also rauf aufs Rad und ab auf die Forstwege quer durch die Mittelgebirgslandschaft der Oberlausitz.

Bekanntlich prägt ja der erste Eindruck und so war es nicht verwunderlich, dass die 29er Laufradgröße zunächst das Gefühl aufkommen ließ, auf einem Riesenrad zu sitzen. Das bügelte aber erstaunlich locker Querrinnen und kleine Wurzelhindernisse weg. Wo man noch in gewohnter Manier als 26er-Hardcorebiker den Hintern vom Sattel erhob, konnte man das gepolsterte Gesäß auf dem Sattel belassen, ohne gleich durch die Luft katapultiert zu werden. Die Wendigkeit auf den Forstwegen ist völlig ausreichend, doch bei kleinen Trailabstechern spürten wir einen deutlichen Unterschied zur 26er Laufradgröße. Dafür kann man beim Anstieg mit dem 29er länger das Gesäß auf dem Sattel lassen, ohne dass das Vorderrad den Bodengrip verliert und zum Flugrad mutiert. 

Unser Fazit:

Probieren geht über studieren. Der freundliche Händlerum die Ecke ist Euer Ansprechpartner Nr. 1, das steht fest. Dort solltet Ihr Euch zunächst umschauen und unbedingt eine Probefahrt machen.

Wen wir auf jedem Fall empfehlen können, ist die JJ-Bikes Crew aus Mittelherwigsdorf. Sehr gute Beratung, solides Testbikeportfolio und  griffiges Technik-Knowhow sind einige Erfahrungen, die wir mit den Jungs machen konnten. Ein Klick auf deren Internetseite lohnt auf jeden Fall.

Je nach bisheriger individueller biketechnischer Vorprägung, ob nun das Trekkingrad, das Rennrad  oder das 26er-MTB, das treue Gefährt der letzten Jahre war, muss das Gefühl der Bikebeherrschung vom ersten Augenblick stimmig sein.

Hier stellen sich Fragen, wie:

Wo will ich mit dem Rad fahren ? Wie sieht meine Hausrunde aus, blockiger oder doch flowiger Trail ?  Habt Ihr diese Punkte geklärt, könnt Ihr die Grundsatzentscheidung für Euch lösen, ob ein 29er MTB oder vielleicht doch alternativ das 650b Modell die nächsten Jahre Euer treuer MTB-Begleiter wird.

Dann sollte der wichtige Blick in den Klingelbeutel folgen, um das Krötenbudget bezüglich der Ausstattung zu prüfen. Als Einsteiger-MTB der 29er-Klasse können wir das Orbea Alma mit Deore–Ausstattung und Rock-Shox-Federgabel klar empfehlen.

Für uns war es eine neue Erfahrung, die auf jeden Fall das Interesse für weitere Tests in der Welt der großen 29er –Räder geweckt hat und wo wir demnächst auch die Zwischengröße 27,5 für Euch im Fokus haben.

Das bedeutet für die kommenden Wochen und Monate weitere ausführliche Tests und Reviews zu den 3 Laufradgrößen im direkten Vergleich zueinander.

In diesem Sinne  „Kette rechts“ und ab auf die (bergige) Trail-Piste - dem Sommer entgegen!

 


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